Präzisionstraining: Abzug, Zielaufnahme und der Kopf dahinter
Statisches Präzisionsschießen ist die Grundlage für alles, was danach kommt. Wir schauen uns an, wie du abziehst, wie du das Ziel aufnimmst und was dabei in deinem Kopf passiert, und arbeiten dann an der Stelle, die dich gerade am meisten kostet.
Ein guter Schuss, den du nicht erklären kannst, ist ein Zufall
Im Präzisionstraining geht es um den einzelnen, sauber ausgeführten Schuss und um die Frage, ob du ihn morgen wieder genauso hinbekommst. Das Trefferbild auf der Scheibe ist dabei der Anfang der Arbeit und nicht ihr Ergebnis, denn es zeigt dir, dass etwas passiert ist, aber noch nicht, wodurch.
Drei Schützen können dieselbe Ringzahl stehen haben und dabei völlig unterschiedliche Baustellen mitbringen. Der eine verliert seine Punkte über die Standposition, der zweite über das Abzugsverhalten und der dritte über die Aufmerksamkeit, die im vierten Trainingsblock nachlässt. Deshalb fangen wir mit einer Bestandsaufnahme an, bevor wir irgendetwas an deiner Technik verändern.
Wir arbeiten dabei mit dem, was sich beobachten, messen und erklären lässt, also mit deiner Körperhaltung, mit dem Verhalten der Waffe im Schuss, mit deiner Wahrnehmung und Konzentration und mit den Daten aus dem digitalen Training. Daraus entsteht ein Trainingsweg, den du zu jedem Zeitpunkt nachvollziehen kannst.
Verstehen. Trainieren. Analysieren. Verbessern.
Das Drei-Säulen-Modell
Unser Coaching steht immer auf demselben Modell, ob im Präzisionstraining, im Trockentraining, im Privattraining oder in der Wettkampfvorbereitung. Drei gleichwertige Säulen tragen deine Leistung, und darunter liegt ein Fundament, das für alle drei gilt. Gerade im Präzisionsschießen zeigt sich schnell, dass keine dieser Säulen für sich allein ausreicht.
Dein Ergebnis, auf der Scheibe wie im Wettkampf. Es entsteht immer aus allen drei Säulen zusammen, nie aus einer allein.
Biomechanik
Was macht der Körper?
Im Präzisionsschießen entscheidet dein Körper darüber, wie ruhig die Waffe im Ziel steht und wie groß dein Halteraum ausfällt. Stand, Gewichtsverteilung, Muskelspannung, Griffhaltung und Atmung greifen dabei ineinander, und weil jeder Körper andere Voraussetzungen mitbringt, sieht die Lösung bei dir anders aus als bei deinem Nachbarn auf der Bahn.
Physik
Warum funktioniert etwas?
Ein Schuss geht nicht dorthin, wo du hinschaust, sondern dorthin, wohin die Waffe im Moment der Schussabgabe zeigt. Kräfte, Hebel, Massenverteilung und die Frage, was ein kleiner Winkelfehler an der Mündung auf 25 Meter anrichtet, lassen sich nachrechnen, und wer diese Zusammenhänge kennt, kann eine Technik an sich selbst anpassen, statt sie nur nachzumachen.
Mindset
Was passiert im Kopf?
Kaum ein anderer Bereich des Schießsports hängt so stark am Kopf wie das Präzisionsschießen. Wohin deine Aufmerksamkeit im Moment der Schussabgabe geht, wie du mit dem Ergebnis des letzten Schusses umgehst und wie lange du deine Konzentration überhaupt halten kannst, entscheidet über deine Serie. Mentale Stabilität lässt sich dabei genauso trainieren wie ein Bewegungsablauf, sie braucht nur andere Übungen.
Alles, was wir trainieren, muss nachvollziehbar sein. Du sollst zu jeder Übung sagen können, warum du sie machst und was sie bei dir verändern soll.
- Keine Mythen
- Kein „das macht man eben so“
- Keine Übung ohne erkennbares Ziel
- Verstehen
- →
- Trainieren
- →
- Analysieren
- →
- Anpassen
- →
- Verbessern
Das Modell beschreibt die Reihenfolge, in der wir tatsächlich arbeiten. Deshalb steht unter den folgenden Abschnitten jeweils eine Zeile, die dir sagt, welche Säule dort im Vordergrund steht.
Fünf Felder, an denen wir arbeiten
Die fünf Felder sind keine getrennten Kurse, sondern die Stellen, an denen im Präzisionsschießen die Punkte verloren gehen. In welcher Reihenfolge wir sie mit dir durchgehen, ergibt sich aus deiner Standortbestimmung und nicht aus einem festen Lehrplan.
Abzugsverhalten
Der häufigste Grund für Streuung. Wie du den Abzug bedienst, ob du nachhältst und was dein Zeigefinger dabei mit der ganzen Waffe macht.
Ansehen → 02Zielaufnahme
Visierbild, Zielauge und die Frage, worauf dein Auge im Moment der Schussabgabe tatsächlich scharf stellt.
Ansehen → 03Stand und Körperspannung
Wie ruhig die Waffe steht, entscheidet sich unterhalb der Hände. Standposition, Spannung, Griffhaltung und Atmung.
Ansehen → 04Mentales Training
Aufmerksamkeit, Schussroutine, Erwartungshaltung und der Umgang mit dem Schuss, der eben danebengegangen ist.
Ansehen → 05Auswertung und Trainingsanalyse
Trefferbilder lesen, Trainingsdaten vergleichen und dokumentieren, damit sich deine Entwicklung überhaupt überprüfen lässt.
Ansehen →Die Stelle, an der die meisten Punkte liegen bleiben
Wenn ein Schütze mit einem sauberen Stand und einem ordentlichen Visierbild trotzdem streut, liegt es in den allermeisten Fällen daran, was in der letzten halben Sekunde am Abzug passiert. Der Abzug ist der einzige Punkt, an dem du im Moment der Schussabgabe aktiv Kraft auf die Waffe bringst, und jede Kraft, die nicht in Laufrichtung wirkt, verschiebt die Mündung.
Deshalb sehen wir uns zuerst an, wie du den Abzug tatsächlich bedienst und nicht, wie du glaubst, dass du ihn bedienst. Dazu gehört, wo dein Finger am Züngel liegt, wie du den Vorweg nimmst, wie du am Druckpunkt weiterarbeitest und ob du nach dem Schuss noch einen Moment im Bild bleibst oder die Waffe sofort loslässt.
Finger und Kontaktfläche
- Lage des Fingers am Züngel
- Passung des Griffstücks zu deiner Hand
- Beweglichkeit des Fingers gegenüber der Griffhand
- Zusammenspiel mit der Griffhaltung
Der Weg bis zum Schuss
- Vorweg und Druckpunkt kennenlernen
- Gleichmäßiger Druckaufbau
- Abzugsgewicht und Charakteristik deiner Waffe
- Timing zwischen Halteraum und Schussauslösung
Nach dem Schuss
- Nachhalten und Rückkehr ins Visierbild
- Kontrolliertes Zurücknehmen bis zum Reset
- Beobachtung statt Bewertung
- Ansage des eigenen Schusses
Typische Fehlerbilder, die wir gemeinsam einordnen
Die folgenden Muster begegnen uns im Training immer wieder. Sie sind hier als Beobachtung beschrieben und nicht als Rezept, denn dieselbe Trefferlage kann bei zwei Schützen zwei verschiedene Ursachen haben. Genau deshalb wird sie am Stand gemeinsam angeschaut.
- Erwarten des SchussesDer Körper stellt sich auf den Rückstoß ein, bevor er kommt, und drückt die Waffe vorweg nach unten. Am deutlichsten zeigt es sich, wenn ein Schuss ohne Zündung dazwischenkommt.
- Reißen am AbzugDer Druck wird nicht aufgebaut, sondern kurz durchgezogen. Die Waffe bekommt dabei einen seitlichen Impuls, den du auf 25 Meter deutlich auf der Scheibe siehst.
- Verkrampfen der ganzen HandDer Zeigefinger arbeitet nicht getrennt von der Griffhand, sondern nimmt sie mit. Häufig zusammen mit einem Griffstück, das nicht zur Hand passt.
- Zu langes HaltenDer Schuss wird immer weiter hinausgezögert, bis Auge und Muskulatur nachlassen. Der Halteraum wird dabei größer statt kleiner.
- Fehlendes NachhaltenDie Waffe wird im Moment des Schusses gedanklich abgelegt. Ohne Nachhalten fehlt dir die Information darüber, wo die Waffe beim Bruch tatsächlich stand.
- Korrigieren nach jedem SchussNach jedem Treffer wird etwas verstellt oder anders gemacht. Danach lässt sich nicht mehr sagen, welche Änderung wofür verantwortlich war.
Ein großer Teil dieser Arbeit findet ohne Munition statt, weil sich der Ablauf im Trockentraining sauberer beobachten lässt und du dabei nicht gegen den Rückstoß ankommen musst. Was sich davon zuhause sinnvoll üben lässt, halten wir gemeinsam in deinem Plan fest.
Im Modell Der Abzug ist der Punkt, an dem Biomechanik und Physik unmittelbar zusammenkommen: Dein Finger erzeugt eine Kraft, und die Waffe reagiert darauf messbar. Die Logik als Fundament heißt hier, dass wir immer nur eine Sache auf einmal verändern.
Was dein Auge im Moment des Schusses wirklich sieht
Die Zielaufnahme über die Visierung ist der zweite große Hebel im Präzisionsschießen. Dein Auge kann immer nur eine Ebene scharf stellen, und welche das ist, entscheidet darüber, was du an Information bekommst. Viele Schützen schauen auf das Ziel, weil sie dorthin treffen wollen, und verlieren dabei genau die Rückmeldung, die ihnen sagen würde, wo die Waffe im Moment des Bruchs stand.
Wir klären deshalb zuerst die Grundlagen, also welches Auge bei dir führt, wie dein Visierbild aussieht und wie stabil es über eine ganze Serie bleibt. Danach geht es darum, die Zielaufnahme als wiederholbaren Ablauf aufzubauen, sodass die Waffe ins Auge kommt und du nicht mit dem Kopf hinter der Waffe hersuchst.
Auge und Wahrnehmung
- Zielauge und Augendominanz
- Fokusebene und Schärfewechsel
- Sehstärke, Brille und Schießbrille
- Belastbarkeit des Auges über die Einheit
Visierbild und Halteraum
- Kimme, Korn und die Frage, was scharf sein muss
- Den eigenen Halteraum annehmen
- Wiederkehrende Kopf- und Waffenhaltung
- Zielaufnahme als fester Ablauf
Rotpunktvisier
- Beide Augen offen arbeiten
- Den Punkt zuverlässig finden
- Wanderung des Punktes lesen lernen
- Umstieg von offener Visierung auf RDS
Wenn du mit einem Rotpunktvisier arbeitest oder darüber nachdenkst umzusteigen, haben wir dafür ein eigenes Format. Die Inhalte findest du unter RDS-Pistolen-Spezialtraining, und die Grundlagen aus diesem Abschnitt gelten dort genauso.
Wenn du nach dem Schuss nicht sagen kannst, wo dein Visierbild im Moment des Bruchs stand, hilft dir die Scheibe nicht weiter.
Im Modell Die Zielaufnahme lebt vom Mindset, weil sie im Kern eine Frage der Aufmerksamkeit ist, und von der Physik, weil sich am Visierbild ablesen lässt, wohin die Waffe tatsächlich zeigt.
Wie ruhig die Waffe steht, entscheidet sich weiter unten
Bevor der Abzug überhaupt eine Rolle spielt, muss die Waffe erst einmal einigermaßen ruhig im Ziel stehen. Wie groß dein Halteraum ist, hängt an deiner Standposition, an der Verteilung deines Gewichts, an der Spannung in Rumpf und Schultern und daran, wie du atmest. Diese Dinge lassen sich beobachten und verändern, und sie wirken sich sofort auf dein Trefferbild aus.
Uns geht es dabei nicht um eine Idealhaltung aus dem Lehrbuch. Ein Schütze mit einer Schulterverletzung braucht eine andere Lösung als jemand, der jeden Tag im Fitnessstudio steht, und beide können damit konstant schießen. Wir suchen also die Haltung, die du zuverlässig wieder einnehmen kannst und die dich über eine ganze Einheit trägt.
- Standposition und Fußstellung
- Gewichtsverteilung
- Rumpfspannung
- Schulter- und Armachse
- Griffhaltung
- Passung des Griffstücks
- Atemrhythmus und Atempause
- Bewegungsruhe
- Belastbarkeit über die Serie
- Mobilität und Stabilität
Ein Teil davon lässt sich gar nicht auf der Bahn lösen. Wenn dir nach dreißig Schuss die Schulter wegsackt, ist das kein Technikproblem, sondern eine Frage von Kraft und Belastbarkeit, und die arbeiten wir außerhalb der Trainingszeit auf. Was davon in deinen Alltag passt, besprechen wir im Rahmen deines Trainingsplans.
Im Modell Hier liegt der Schwerpunkt klar auf der Biomechanik. Sie ist die Säule, die am längsten braucht, weil Haltung und Belastbarkeit sich nicht in einer Einheit umstellen lassen, dafür hält das Ergebnis danach auch am längsten.
Der Teil, den die meisten weglassen
Im Präzisionsschießen steht die Waffe fast still, das Ziel bewegt sich nicht und die Zeit drängt nicht. Es gibt also wenig, was von außen stört, und genau deshalb wird der Kopf hier zum entscheidenden Faktor. Fast jeder Schütze kennt die Situation, dass die ersten zehn Schuss sitzen und die Serie danach auseinanderfällt, obwohl sich an der Technik nichts geändert hat.
Wir behandeln das mentale Training deshalb als vollwertigen Trainingsinhalt und nicht als Zugabe für den Wettkampftag. Es hat eigene Übungen, eigene Ziele und eine eigene Auswertung, und es lässt sich genauso planen wie die Arbeit an deinem Abzugsverhalten.
Aufmerksamkeit lenken
Worauf richtest du deine Aufmerksamkeit im Moment der Schussabgabe, auf das Visierbild, auf den Finger oder auf das Ergebnis? Diese Entscheidung triffst du bisher wahrscheinlich unbewusst, und sie lässt sich gezielt trainieren.
Deine Schussroutine
Ein fester, immer gleicher Ablauf vor jedem Schuss gibt deinem Kopf etwas zu tun und nimmt der Situation die Beliebigkeit. Die Routine bauen wir gemeinsam auf und schleifen sie im Training ein, bis sie unter Druck hält.
Den eigenen Schuss ansagen
Du sagst nach dem Schuss, wo er sitzt, bevor du die Scheibe anschaust. Das ist die ehrlichste Rückmeldung darüber, wie viel du im Moment der Schussabgabe tatsächlich wahrgenommen hast.
Umgang mit Erwartung
Der letzte Schuss einer guten Serie ist der schwerste, und das hat nichts mit Technik zu tun. Wir arbeiten daran, wie du mit dem umgehst, was du dir vom nächsten Schuss versprichst.
Konzentration über die Einheit
Aufmerksamkeit ist eine begrenzte Größe. Wir schauen uns an, wie lange deine wirklich trägt, und schneiden Trainingsblöcke, Pausen und Umfang danach zu, statt sie nach Munitionsmenge zu planen.
Anspannung regulieren
Atmung, Körperspannung und Puls hängen zusammen und lassen sich beeinflussen. Diese Übungen brauchen weder Bahn noch Waffe und sind der Teil des Trainings, den du am einfachsten in deinen Alltag bekommst.
Womit wir anfangen
Am Anfang steht kein Übungsprogramm, sondern eine Bestandsaufnahme. Die folgenden Fragen klären wir im ersten gemeinsamen Training, und die Antworten darauf sind oft schon der halbe Trainingsplan.
- Woran denkst du unmittelbar vor dem Schuss?
- Wann in der Serie lässt deine Aufmerksamkeit nach?
- Was machst du nach einem schlechten Schuss?
- Was machst du nach einem sehr guten Schuss?
- Hast du einen festen Ablauf, oder wird es von Schuss zu Schuss anders?
- Wie fühlt sich für dich ein gelungener Schuss an?
- Was denkst du, wenn jemand hinter dir zusieht?
- Wie viel von deinem Training ist Wiederholung ohne Aufmerksamkeit?
Der Schuss ist zu dem Zeitpunkt, an dem du die Scheibe anschaust, längst gelaufen. Alles, was du verändern kannst, passiert davor.
Mentales Training zwischen den Einheiten
Der größte Teil dieser Arbeit braucht keine Bahn. Vorstellungsübungen, Atemübungen, das Einschleifen der Schussroutine im Trockentraining und das ehrliche Trainingsprotokoll funktionieren zuhause, und sie funktionieren in kurzen Einheiten besser als in langen. Zehn aufmerksame Minuten in der Woche bringen dich weiter als eine Stunde, die einmal im Monat stattfindet.
Im Laserschießkino und mit unseren digitalen Trainingssystemen lässt sich der mentale Teil zusätzlich unter Bedingungen üben, die du dir aussuchen kannst. Du bekommst dort sofort eine Rückmeldung und kannst viele Durchgänge machen, ohne dass Munition der begrenzende Faktor wird. Mehr dazu findest du unter Laserschießkino und Trainingssysteme.
Mentales Training ist bei uns Teil eines sportlichen Trainingskonzeptes. Es geht um Aufmerksamkeit, Routinen und den Umgang mit Leistungsdruck im Schießsport. Eine psychologische oder therapeutische Behandlung ist es ausdrücklich nicht, und wenn im Gespräch deutlich wird, dass jemand anderes besser helfen kann, sagen wir das offen.
Im Modell Dieser Abschnitt ist die Säule Mindset in Reinform. Sie wirkt auf die beiden anderen zurück, denn eine saubere Biomechanik hilft dir wenig, wenn deine Aufmerksamkeit im entscheidenden Moment woanders ist.
Damit sich überprüfen lässt, ob es besser geworden ist
Eine Veränderung an deiner Technik ist erst dann eine Verbesserung, wenn sie sich zeigen lässt. Deshalb gehört zu jeder Einheit eine Auswertung, und deshalb schauen wir uns Trefferbilder nicht nur an, sondern lesen sie: die Lage der Gruppe sagt etwas anderes als ihre Größe, und beides zusammen sagt mehr als eine Ringzahl.
Zur Auswertung nutzen wir unter anderem unsere eigenen Diagnose- und Übungstargets, die anhand der Trefferlage zeigen, welcher Schießfehler dahinterstecken kann. Sie ersetzen nicht den Blick des Trainers, aber sie geben dir eine Sprache dafür, was du gerade beobachtest. Du findest sie zusammen mit unseren Trainingsbögen unter Trainingssysteme.
Das Trefferbild lesen
- Lage und Größe der Gruppe getrennt betrachten
- Einzelne Ausreißer einordnen
- Diagnose-Targets als Hilfsmittel
- Abgleich mit deiner Schussansage
Daten statt Gefühl
- Bewegungsanalyse im Trockentraining
- Verlauf über Wochen und Monate
- Vergleich vor und nach einer Änderung
- Gemeinsame Auswertung mit dem Trainer
Dokumentation
- Trainingsprotokoll mit Ziel und Ergebnis
- Notieren, was verändert wurde
- Wetter, Tagesform und Ausrüstung festhalten
- Überprüfbare Ziele für die nächste Einheit
Das Mantis-System setzen wir dabei als Werkzeug für datenbasiertes Feedback ein, weil es die Bewegung der Waffe vor und nach dem Bruch sichtbar macht. Für uns ist es ein Baustein in einem größeren Trainingssystem und kein Produkt, das wir dir verkaufen wollen. Uns interessiert daran nur die Frage, wie Daten helfen können, dein Training objektiver zu betrachten.
Im Modell Die Auswertung ist die praktische Seite der Physik und zugleich der Ort, an dem sich die Logik beweisen muss. Ohne Auswertung bleibt jede Korrektur eine Behauptung.
Wie eine Einheit bei uns aussieht
Der Aufbau ist bei jeder Einheit derselbe, unabhängig davon, an welchem der fünf Felder wir arbeiten. Er sorgt dafür, dass du am Ende weißt, was ihr gemacht habt und warum, und dass du bis zum nächsten Mal etwas in der Hand hast.
Standortbestimmung
Wir schauen uns an, wie du im Moment schießt, ohne etwas zu verändern. Dazu gehört ein Trefferbild ohne Korrektur, eine Beobachtung deines Ablaufs und ein Gespräch darüber, wie sich das für dich anfühlt.
- Ausgangstrefferbild
- Beobachtung des Ablaufs
- Deine eigene Einschätzung
Ein Thema, nicht fünf
Aus der Standortbestimmung ergibt sich ein Schwerpunkt für diese Einheit. Wir erklären dir, worum es dabei geht und was sich dadurch verändern soll, damit du die Übung einordnen kannst.
- Ein Schwerpunkt
- Erklärung der Ursache
- Klares Ziel für die Einheit
Kontrolliert wiederholen
Erst trocken, dann scharf, und in Blöcken, die zu deiner Konzentration passen. Zwischendurch wird beobachtet und gegengeprüft, statt bis zum Ende durchzuschießen und danach zu rätseln.
- Trocken vor scharf
- Kurze Blöcke
- Rückmeldung zwischendurch
Auswertung und Plan bis zum nächsten Mal
Am Ende steht die gemeinsame Auswertung, dazu eine kurze Notiz im Trainingsprotokoll und zwei oder drei Dinge, die du bis zum nächsten Termin ohne Bahn üben kannst.
- Gemeinsame Auswertung
- Eintrag ins Protokoll
- Aufgaben für zuhause
Wie viele Einheiten es braucht, hängt davon ab, wo du anfängst und wie viel du dazwischen machst. Wir sagen dir ehrlich, was in einer einzelnen Stunde realistisch ist und wofür du mehrere Termine einplanen solltest.
Wo das Präzisionstraining bei uns steht
Präzision ist bei uns kein eigenes Produkt neben den anderen, sondern die Grundlage, auf der die übrigen Bereiche aufbauen. Wer im Wettkampf schneller werden will, arbeitet trotzdem am sauberen Einzelschuss, und wer dynamisch schießen möchte, braucht ihn erst recht, weil im Parcours keine Zeit bleibt, über den Abzug nachzudenken.
Kurzwaffe
Der komplette Kurzwaffenbereich mit Trockentraining, digitaler Analyse, Privattraining und Wettkampf. Präzision ist dort der erste von fünf Bereichen.
Zum Kurzwaffentraining → LWLangwaffe
Sportliches Langwaffenschießen mit Anschlagpositionen, Trockentraining und unserem Schwerpunkt IPSC Langwaffe.
Zum Langwaffentraining → IPSCIPSC
Wenn Bewegung und Zeit dazukommen. Der dynamische Schießsport baut auf genau der Basis auf, um die es auf dieser Seite geht.
Zum IPSC-Training → SYSTrainingssysteme
Diagnose-Targets, Trainingsbögen, Zeitmess- und Sensorsysteme, mit denen wir die Auswertung machen.
Zu den Trainingssystemen →In welchem Modul du damit trainierst
Die Felder auf dieser Seite beschreiben, woran wir arbeiten, und unsere Trainingsmodule beschreiben, in welcher Form du bei uns trainierst. Preise und Termine der einzelnen Module stehen auf der Trainingsseite.
Basic
Der Einstieg mit den Grundlagen, der korrekten Waffenhandhabung, den Sicherheitsregeln und den rechtlichen Vorschriften, in Gruppen von höchstens neun Teilnehmern.
Auf der Trainingsseite → 02Advanced
Für Fortgeschrittene, die unter Zeitdruck schneller und präziser werden wollen, mit individueller Fehleranalyse und Korrektur.
Auf der Trainingsseite → 1:1Privates Training
Die Form, in der sich am Präzisionstraining am schnellsten etwas bewegt, weil eine Stunde ganz auf deinen Ablauf verwendet wird.
Privattraining anfragen → LZLangzeit-Coaching
Kontinuierliche Entwicklung über die Clubmitgliedschaft, planbar, strukturiert und über die ganze Saison gedacht.
Zum Club →Wenn du selbst nicht einschätzen kannst, wo du stehst, ist das kein Hindernis, sondern genau der Punkt, an dem eine gemeinsame Standortbestimmung am meisten bringt. Alle Module mit Preisen findest du unter Training, die aktuellen Termine unter Termine & Buchen.
Warum die fünf Felder zusammengehören
An welchem Feld wir mit dir auch arbeiten, wir stellen immer dieselben drei Fragen und prüfen jede Antwort gegen dasselbe Fundament. Abzug, Zielaufnahme, Körper, Kopf und Auswertung sind deshalb keine fünf getrennten Themen, sondern fünf Zugänge zu demselben Schuss.
- Verstehen
- →
- Trainieren
- →
- Analysieren
- →
- Anpassen
- →
- Verbessern
Sicherheit, ein verantwortungsvoller Umgang und die geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen bilden dabei die Grundlage von allem, was wir anbieten. Unser gesamtes Angebot findet im Rahmen des regulierten Schießsports statt. Für alle Kurse gelten festgelegte Grundvoraussetzungen, unter anderem eine Sicherheitsbelehrung und angemessene Ausrüstung. Die Details bekommst du bei der jeweiligen Buchung.
Fangen wir mit dem Schuss an, den du gerade schießt.
Bring mit, womit du normalerweise trainierst, und wir sehen uns gemeinsam an, was bei dir tatsächlich passiert. Danach weißt du, woran es liegt, und wir haben einen Plan, mit dem du auch zwischen den Terminen weiterarbeiten kannst.
