Verteidigungsschießen und taktische Einsatzmedizin. In einem Lehrgang.
Wer im Ernstfall schießt, muss auch versorgen können. Zwei Ausbildungstage mit scharfer Schussabgabe und taktischer Einsatzmedizin, für Beamte der Exekutive, Personenschützer und Sicherheitskräfte.
Im Einsatz kommt beides zusammen
Die meisten Ausbildungen trennen das auf. Schießtraining hier, taktische Einsatzmedizin dort, Stop the Bleed im dritten Lehrgang, oft Monate auseinander und jedes Mal bei einem anderen Anbieter. Mit Stress wird dabei durchaus gearbeitet, das ist nicht der Punkt. Der Punkt ist, dass jede Disziplin für sich bleibt, unter Laborbedingungen, und dass alle im Raum wissen, worum es an diesem Tag geht. Im Einsatz weiß das niemand vorher. Da kann alles zusammenkommen, im selben Moment oder Schlag auf Schlag.
Protective Response führt es zusammen. Sie arbeiten unter Stress mit der Dienstwaffe, und unmittelbar danach versorgen Sie eine Verletzung: bei sich selbst, bei einem Kollegen oder bei mehreren Verletzten zugleich. Genau in dieser Reihenfolge, weil es im Ernstfall genau so kommen kann. Wer eine Blutung zum ersten Mal unter Anspannung stoppt, womöglich einhändig und an sich selbst, verliert Zeit, die niemand hat.
Vier Säulen
Verteidigungsschießen
Waffenhandhabung und sicheres Arbeiten mit der Dienstwaffe. Schießen aus verschiedenen Positionen und in Bewegung, situatives Verteidigungsschießen, Handeln unter Stress.
Taktische Einsatzmedizin
Stop the Bleed, Tourniquet, Druckverband, Wundversorgung und Erstmaßnahmen im Einsatz. Geübt wird an sich selbst und am Partner, unter denselben Bedingungen wie geschossen wird.
Personenschutz-Training
Realitätsnahe Szenarien, Handeln unter Druck, Entscheidungsfindung. Nicht der saubere Ablauf zählt, sondern die richtige Entscheidung im ungünstigen Moment.
Recht und Verantwortung
Verhalten im Einsatz, Verantwortung und rechtliche Grundlagen. Was Sie dürfen, was Sie müssen und wofür Sie geradestehen.
Geschossen wird mit scharfer Munition. Das unterscheidet Protective Response von unserem Szenarientraining mit Markierungs- und Airsoftsystemen, bei dem der Schwerpunkt auf Force-on-Force liegt.
Zwei Ausbildungstage, auf Wunsch komprimiert auf einen
Der Lehrgang ist auf zwei Tage ausgelegt, und das hat einen Grund. Was am ersten Tag geübt wird, muss am zweiten unter Druck abrufbar sein. Erst dann ist es gelernt und nicht nur gezeigt worden.
Grundlagen und Sicherheit
Waffenhandhabung, sicheres Arbeiten mit der Dienstwaffe, Grundlagen der Wundversorgung. Alles, worauf die Szenarien danach aufbauen.
Positionen und Bewegung
Schießen aus verschiedenen Positionen, aus der Bewegung und aus ungünstigen Lagen. Treffer zählen erst, wenn sie auch unter Belastung sitzen.
Situatives Schießen
Entscheiden unter Zeitdruck: schießen oder nicht schießen. Handeln unter Stress in wechselnden Lagen.
Szenarien mit Versorgung
Zusammengeführte Abläufe: Lage bewältigen, dann versorgen. Stop the Bleed, Tourniquet und Druckverband unter realitätsnahen Bedingungen.
Wenn der Dienstplan nur einen Tag hergibt
Dann führen wir den Lehrgang komprimiert an einem Tag durch. Ehrlich gesagt: Die Inhalte passen hinein, das Verfestigen nicht. Sie bekommen einen belastbaren Überblick und die richtigen Handgriffe. Wie viel davon nach ein paar Wochen unter Stress noch sitzt, ist deutlich weniger als nach zwei Tagen. Wir empfehlen die zwei Tage und sagen Ihnen das vorher statt hinterher.
Die Reihenfolge steht, die Gewichtung stimmen wir auf die Gruppe ab. Bei Personenschützern liegt der Schwerpunkt anders als bei einer Behördeneinheit.
Beamte der Exekutive, Personenschützer, Sicherheitskräfte
Der Lehrgang richtet sich an alle, die eine Waffe dienstlich führen: Beamte der Exekutive, Personenschützer und Mitarbeitende von Sicherheitsunternehmen. Er wird als geschlossene Maßnahme für Behörden und Unternehmen durchgeführt, auf Anfrage auch als offener Termin.
Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer erhält ein Zertifikat mit Zertifikatsnummer, das die Ausbildungstage und die vermittelten Inhalte einzeln ausweist. Damit ist die Maßnahme gegenüber Auftraggebern und Aufsichtsbehörden belegbar.
